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Wesel im demografischen Wandel - Eine Herausforderung für die Stadtentwicklung

Referent: Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Universität Dortmund

Der Demographische Wandel stellt die Städte und ihre Bürger vor große Herausforderungen und hat zunehmend Einfluss auf Stadtentwicklung und Stadtplanung. Für wachsende Städte gibt es seit Jahrzehnten erprobte Verfahren zur Steuerung der Stadtentwicklung. Die Mehrzahl der Städte, und so auch Wesel, wird sich jedoch zumindest mittelfristig mit sinkenden Einwohnerzahlen befassen müssen. Hinzu kommt eine Veränderung in der Zusammensetzung der Bevölkerung: Wir werden weniger, älter und bunter.

Diese Schrumpfungs- und Veränderungsprozesse durch Stadtplanung genauso wirksam zu steuern wie bisherige Wachstumsentwicklung ist zunehmend Gegenstand der Forschungsarbeit an mehreren Lehrstühlen für Architektur und Städtebau. Die Referentin, Frau Univ.-Prof. Dipl. –Ing. Christa Reicher, ist Architektin und Stadtplanerin und hat die Professor für Städtebau und Bauleitplanung an der Universität Dortmund, Fakultät Raumplanung inne. Mit den Verhältnissen in Wesel ist sie durch ihre Tätigkeit im Gestaltungsbeirat der Stadt vertraut. Seit Jahren befasst sich Frau Prof. Reicher mit der Relevanz des demographischen Wandels für die Stadtplanung. Dabei geht es zum Beispiel um folgende Themen:

Kann das Miteinander verschiedener Lebensformen von der traditionellen bis zur Patchworkfamilie mit unterschiedlichen kulturellen Bindungen durch Stadtplanung unterstützt werden? Wie kann den unterschiedlichen Anforderungen an das Wohnen der älteren Bevölkerung von Pflegeheimen bis zu Seniorenwohngemeinschaften entsprochen werden? Welche Möglichkeiten gibt es die Bevölkerungsentwicklung durch familienfreundliche Stadtgestaltung zu beeinflussen? Wie kann der Prozess durch ökologische und energietechnische Maßnahmen unterstützt werden?  Vor dem Hintergrund des realen Erlebens in Wesel wie es im Ersten Demografischen Bericht der Stadt Wesel erfasst wurde, werden diese Entwicklungen in einen allgemeinen und regionalen Zusammenhang gestellt. Die unterschiedlichen Einwirkungsmöglichkeiten von Verwaltung, Politik und Bürgerschaft werden aufgezeigt und ihr Wirkungsgrad diskutiert.

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